Günther Koch (ehem. Aufsichtsrat)

  • Weggla

    Hat den Titel des Themas von „Günther Koch (Aufsichtsrat)“ zu „Günther Koch (ehem. Aufsichtsrat)“ geändert.
  • Hier gibts ne Leseprobe von der Biografie von Günther Koch.

    Spoiler:

    "Woher kommt denn diese Aversion zwischen dir und den Ultras?


    Weil ich halt auch in den Versammlungen gegen die red’ und weil die stock
    sauer sind, daß ich bei [Ex-Sportvorstand Martin] Bader recht hatte.

    Die haben ja mit Bader gemeinsame Politik gemacht, und ich hab’ dagegen gekämpft;

    und weil ich natürlich gegen Gewalt bin und des immer wieder sage;
    und weil sie wissen, daß der Koch eben nicht zu manipulieren ist.

    Weißt, die vereinnahmen den Verein"


    https://www.book2look.com/vBook.aspx?id=978-3-95614-462-2

  • Oder zum HELMER-TOR:


    ""Es steht 1:0 in einem möglicherweise denkwürdigen Spiel, nicht, was die

    Klasse, was das Format dieser Begegnung anbetrifft, sondern ein Tor wurde

    gegeben, das kein Tor war. Sie werden sich wundern, wie ein Reporter das sagen kann,

    das sich zu sagen wagt, aber es war folgendes geschehen: In der

    etwa 25. Minute Ecke für den FC Bayern von der rechten Seite ... Sutter alleine

    an zwei Münchnern vorbei!! Im Sechzehner!! Wird gelegt!! Strafstoß!!

    Das ist Strafstoß! Aber Schiedsrichter Osmers gibt, als Matthäus Sutter legt,

    Sutter hatte, man stelle sich vor, zwischen Helmer und Matthäus, als er noch

    hinter ihnen war, beiden in die Augen guckte, den Ball durchgelegt, war zwischen

    beiden durchgelaufen, als die das Laufen anfingen, war der Sutter

    schon weg, der langmähnige Blonde, und als der Matthäus mit der letzten

    Kraft, der alternde Veteran, hinterherhechelte, bringt er ihn zu Fall, und zwar

    für meine Begriffe bereits auf der Sechzehnmeterlinie, wenn nicht gar drin,

    und das wäre und das war dann für meine Begriffe Strafstoß, aber die Bayern

    führen mit einem Tor, das auf Kosten des Linienrichters und des Schiedsrichters

    geht, denn der Ball war neben das Tor gegangen, aber wegen ungünstiger

    Sichtverhältnisse muß man dem Linienrichter das verzeihen. Aber sportlich

    darf man das nicht akzeptieren. Dazu später mehr. Das werde ich Ihnen

    ganz genau schildern. Jetzt der Freistoß für die Cluberer! Kubik mit links!

    Und?! Knapp am Tor vorbei! Das kann er ja, da hat er ja drei Freistoßtore gemacht,

    wunderbare Tore in den letzten Wochen, in Leipzig hat er ein Tor geschossen,

    dann gegen Gladbach zwei Tore, aber in diesem Fall braucht Aumann,

    der tapfere und der vorbildliche Sportsmann, der ja ins Morgenland

    weiterempfohlen wird, nicht mehr einzugreifen, denn der Ball ging am Dreieck vorbei.

    Vielleicht ham wir jetzt Zeit, Ihnen das zu schildern. Es war in der

    25. Minute, ist auch egal, ob’s die 25. oder welche war, es wird eine Minute

    sein, die in die Bundesligageschichte eingeht [offiziell die 26.]. Ecke für die

    Bayern, die drückend überlegen waren, das muß man ganz klar sagen, die die

    bessere Mannschaft waren, die einen Großteil von Torchancen hatte, aber

    Köpke war besser, oder die Nürnberger standen besser bei den achtzig-,

    neunzig-, hundertprozentigen Torchancen, die hundertprozentigen übrigens

    durch Mehmet Scholl. Und dann kam diese ominöse Minute, Ecke der Bayern

    von rechts, von Scholl getreten, Kopfballverlängerung von Kreuzer, Spieler-

    knäuel vor der Torlinie des Nürnberger Tores, Helmer stupst an den Ball,

    Köpke kann klären vor der Linie, das war ganz klar, das konnte jeder sehen,

    Helmer entschuldigt sich, weil er mit Köpke etwas zusammengerumpelt war,

    der Ball war mittlerweile bereits drei Sekunden im Aus, und dann sagt der

    Schiedsrichter: »Tor.« Alle wundern sich. Wer’s als erster begriffen, geglaubt

    und sich darüber gefreut hatte, das waren die Bayern-Fans, die jubelten, die

    Club-Fans dachten und die Club-Spieler: Das kann ja wohl nicht wahr sein!

    Denn der Ball war ja neben das Tor gegangen. Der Ball war tatsächlich neben

    das Außennetz, und zwar am linken Pfosten vorbeigegangen, und da die Ecke

    von rechts geschlagen wurde und der Linienrichter natürlich auf der Gegen-

    gerade steht, mußte er praktisch – durch zwei Pfosten kann er nicht durchschauen,

    aber durch zwei Außennetze sozusagen durchsehen, und er hat

    wohl gedacht, daß nach dem ersten Außennetz der Ball innen vom zweiten

    Außennetz drin war, aber da hat er sich getäuscht, der Ball, das hab’ ich ganz

    klar danach noch mal aufm Monitor mir angeguckt, er ist neben das Tor gegangen.

    Ob jetzt der Helmer hätte hingehen sollen und sagen sollen:

    »Schiedsrichter, das war kein Tor« – das lasse ich einmal offen."


    Andreas Köpke sagte übrigens, so erinnert er sich, zu Thomas Helmer

    sofort: »Wie hast du denn das geschafft, den vorbeizuschießen?« »Das

    sinnloseste Tor in der Geschichte« (Jürgen Klopp), »der größte Brüller

    und größte Lacher aller Zeiten« (Rudi Assauer), ein Lacher natürlich

    auf Kosten des FCN, »dieses Scheißtor, das keins war« (Udo Lattek),

    hat den Bayern schließlich den Titel beschert. Ohne das Wiederholungsspiel,

    das sie 5:0 gewannen, wäre Kaiserslautern Meister geworden,

    und der Club hätte im Abstiegskampf gegen den – wohlgemerkt –

    SC Freiburg, mit dem den FCN offenbar etwas Mysteriöses oder immerhin

    Dubioses verbindet, nicht den kürzeren gezogen.

    Günther Koch läßt in seiner Reportage später sinngemäß fallen, der

    Abiturient Helmer – den Harald Kaiser in seinem dürren Buch Ronaldo,

    Matthäus & ich – Mein Leben als kicker-Reporter (Göttingen 2018)

    kurioserweise als »sehr fairen Sportler« bezeichnet – wäre mit einem

    bayerischen Abschluß womöglich ehrlicher gewesen und auf den

    Schiedsrichter zugegangen (auch gegenüber Zeitungen fragt er sich

    hinterher, »warum eigentlich der so kluge Helmer den Irrtum nicht

    gleich selber aufgedeckt hat« – »Ich dachte, ich werde nicht mehr auf

    meinem Reporterplatz«). In der darauffolgenden Champions-League-

    Saison verweigert Helmer Koch in Göteborg deshalb ein Interview,

    und bis in diese Tage blockt er als Moderator des Doppelpasses auf

    Sport1 Gäste ab, die Kochs Namen in den Mund nehmen."

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