Andreas Bornemann (ehem. Vorstand Sport)

  • Solche Manager gibt es auch in der freien Wirtschaft zu hauf. Da werden Millionen in Forschungen und Entwicklungen gesteckt, von denen ein Manager überzeugt ist, die sich aber nicht umsetzen lassen, bei denen das Endprodukt dann viel zu teuer ist und keinen Absatzmarkt findet oder aber einfach nicht marktgerecht ist (keine Bedürfnisse befriedigen). Die schlechten Manager bleiben weiter auf ihrem Kurs und es wird noch mehr Kohle verbrannt. Die guten aber erkennen das und ihren Fehler, ändern ihren Kurs und akzeptieren, das was nicht funktioniert, schreiben das bereits investierte Geld ab und verändern was/gehen in eine andere Richtung/investieren das Geld lieber in erfolgsversprechendere Entwicklungen. AB gehört wohl eher zur Kategorie eins. Und das hat weniger mit Konsequenz zu tun, ein solches Verhalten ist eher dumm und kontraproduktiv.

    Du meinst das in etwa so wie wenn ein Trainer überzeugt von einer Spielphilosophie ist, welche sich aber (aus Gründen*) nicht umsetzen lässt. Anstatt daran festzuhalten, wird das System umgestellt, es werden anfangs geglaubte Leistungsträger auch mal abgeschrieben (=auf die Bank gesetzt) und etwas verändert, um eine erfolgsversprechendere Entwicklung zu nehmen?


    P.S. Sollte ein Chef eines solchen "guten" Managers ("Die guten aber erkennen das und ihren Fehler, ändern ihren Kurs und akzeptieren, das was nicht funktioniert") diesen rauswerfen beurlauben, wenn dieser etwas öfter die Richtung ändert?


    * z.B. zu schlechtes Spielermaterial

    Einmal editiert, zuletzt von maiglmaig ()

  • wenn für jeden offensichtlich is, dass die ständigen, planlosen veränderungen für die katz sind und am end die komplettverwirrung regiert, selbstverständlich.

    "Deine Augen sehen es, doch dein Verstand kann es nicht fassen"


    NORIMBERGA PER SEMPRE!

  • Auf jeden fall.


    Sonst wärs ja ka guter Chef.


    P.S. wenn ein Trainer spielen lässt was sein Material nicht zulässt ist das entweder dumm oder stur. Vor allem wenn mans selbst nach einer dreiviertel Saison nicht einsieht.


    Wenn der Manager das dann auch nicht einsieht ist er kein guter Manager.

  • Würde der Manager so mit einer R&D oder Vertriebs– Abteilung umgehen, dann wäre er nicht mehr lange Chef. Entweder weil der Manager über ihm in feuert oder weil die Mitarbeiter sich einen ander Job suchen und er daraufhin gefeuert wird.

  • Fußball ist halt keine normale Vertriebsabteilung und der Trainer ist auch kein normaler Angestellter.

    logger bleim war gestern

  • Fußball ist halt keine normale Vertriebsabteilung und der Trainer ist auch kein normaler Angestellter.

    Stimmt, er muss Lehrer, Psychologe und Chef in einem sein.


    Das sind gewaltige Anforderungen. Deshalb ist es gut das er auch mehr Spielraum hat als ein normaler Chef.

  • Fußball ist halt keine normale Vertriebsabteilung und der Trainer ist auch kein normaler Angestellter.

    Und in wiefern ist dein Punkt jetzt ein Argument?

    Mein Argument war, daß es für einen guten Manager (Sportvorstand) von Vorteil wäre Fehler zu erkennen (Festhalten an Köllner) und diesen zu korrigieren, wenn man erkennt, daß das zu nichts führt. Das sowas unter guten Managern Alltagsgeschäft ist und die schlechten es anders machen, die bleiben auf Kurs, auch wenn der Kurs falsch ist.
    Dann kommt ein user mit einem Beispiel eines Managers (in diesem Falle Trainer), der dauernde Taktikwechsel, Wechselnde Aufstellung, Benchen von Leistungsträgern, etc. und fragt, ob dessen Vorgesetzter (Sportvorstand) wechseln sollte, weil dieser einen Schlingerkurs fährt und die Ergebnisse ausbleiben.
    Ich habe daraufhin mit einer Analogie geantwortet.
    Und um es mal ganz deutlich zu schreiben: Ein Manager ist immer ein schlechter, wenn er Fehler nicht erkennt und korrigiert. Und da ist es egal, ob das ein Manager im Fußball, Wirtschaftsunternehmen, etc. ist..

  • Naja, Borne hat den Begriff Kontinuität einfach nur zu wörtlich genommen, da gehörten halt dieses kontinuierliche durchwechseln der Truppe eben so dazu wie das kontinuierliche Nichtpunkten.......

    Der immense Usus exterritorialer Vokabeln in der germanistischen Linguistik ist mit dezidiertem Fanatismus auf das maximale Minimum zu reduzieren!
    zu deutsch:
    Gebraucht net so viele Fremdwörter;)

  • Danke für die Konsolidierung, danke für den Anteil am Aufstieg.

    Danke für das Arbeiten unter widrigen Bedingungen.

    Wenn man überlegt, wie es vor dreieinhalb Jahren um den Club stand hört wie es jetzt steht, dann muss man sein Gesamtwerk schon unter guter Arbeit verbuchen.


    Für sein stures Festhalten an Köllner kann ich ihm dagegen keinen Respekt zollen, gerade weil er wissen musste, worauf es dann hinausläuft.

    Auch ein leitender Posten ist kein Freifahrtschein seine eigenen Ansichten über das Wohl des gesamten Vereins zu stellen.

    Gerade, weil der Club ein gutes Stück von seiner Person abhing, hätte Bornemann hier zu aller erst Interessen des Vereins im Auge haben müssen und das Thema Köllner nicht zur Zerreißprobe werden lassen dürfen.


    So hat er zugelassen, dass der Club jetzt vor einem bedenklichen Machtvakuum steht und hat zum Ende hin dem Club massiv geschadet.

    Insofern kann er mich im Nachgang dann auch mal kreuzweise.

    Wir können uns nicht aussuchen, wen wir lieben. (Jaime Lannister)

  • Ja richtig, so dankbar man AB + MK auch sein muss,muss man aber auch so ehrlich sein u sagen, danke für nix seit dem Stuttgart Spiel:old:

    Der immense Usus exterritorialer Vokabeln in der germanistischen Linguistik ist mit dezidiertem Fanatismus auf das maximale Minimum zu reduzieren!
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  • Mit den richtigen Entscheidungen hätte er die Weichen für Siege gegen den HSV und H96 stellen können. Hat es leider verpasst auf seinen Grundlagen aufzubauen, wie MK maximal für die zweite Liga tauglich.

  • Tja, viel mit Sparsamkeit und Hirn aufgebaut. Davon aber einiges mit falsch verstandener Loyalität und dem Arsch wieder eingerissen.

    Naja, warum nur hatte er so fest gehalten an MK, weil sie gute Freunde waren, weil er von seinen Fähigkeiten so überzeugt war, oder beides..... wären alle 3 Szenarien nicht so toll für einen SpoVo, Gefühle hin oder Gefühle her...... Es ging immerhin um seinen Arbeitgeber u nicht um persönliche Befindlichkeiten pro Mk womit er zum Ende hin ja fast alleine war. Bleibt wohl auch wieder so gut wie eine einmalige Aktion im Haifischbecken Bundesliga, und das natürlich wieder bei uns!

    Der immense Usus exterritorialer Vokabeln in der germanistischen Linguistik ist mit dezidiertem Fanatismus auf das maximale Minimum zu reduzieren!
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  • ich denke, es war nicht nur ein stures festhalten am trainer.

    ich denke schon, dass es zum einen seine überzeugung war, zu der er stand, andererseits, glaube ich, gab es in dieser angelegenheit auch einen bruch mit dem vorstandskollegen, so dass bornemann eigentlich einen eleganten abgang hinbekam. sinn und perspektive hätte des in der gegebenen konstellation ohnehin nicht mehr gehabt.

  • Schon ein bisschen bemerkenswert, seinen Besuch heute bei der U19 zusammen mit Köllner.

    Die Aufgabe hier scheint ihm schon nicht egal gewesen zu sein, der war scheinbar schon richtig bei der Sache.


    Am Ende war der Posten "Vorstand Sport" wohl eine Stufe zu hoch für ihn.

    Als sportlicher Leiter unter einem eher im Hintergrund agierenden Vorstand Sport, oder als eine Art Bindeglied zwischen Profi- und Nachwuchsbereich hätte er denke ich noch längerfristig wertvolle Dienste leisten können.

    Wir können uns nicht aussuchen, wen wir lieben. (Jaime Lannister)

  • Pinola ist enttäuscht von Bornemann: "Er hat gesagt, dass ich als Identifikationsfigur wichtig bin. Das hat er aber wohl nur der Presse erzählt. Bei mir hat er sich nie gemeldet. Ich habe ihm 100 Mal geschrieben, es kam keine Antwort." Der Argentinier schlug vor, junge Spieler aus Argentinien zu holen. "Bornemann hat kein Interesse gezeigt, das ist traurig. Ich habe auch vorgeschlagen, wieder für den Club zu spielen, ich würde sofort kommen, doch es kam einfach nichts. Ich bin enttäuscht von ihm."


    Sport 1

    Danke Papa, dass du mich damals zum Glubb mitgnommen hast!

  • Pinola ist enttäuscht von Bornemann: "Er hat gesagt, dass ich als Identifikationsfigur wichtig bin. Das hat er aber wohl nur der Presse erzählt. Bei mir hat er sich nie gemeldet. Ich habe ihm 100 Mal geschrieben, es kam keine Antwort." Der Argentinier schlug vor, junge Spieler aus Argentinien zu holen. "Bornemann hat kein Interesse gezeigt, das ist traurig. Ich habe auch vorgeschlagen, wieder für den Club zu spielen, ich würde sofort kommen, doch es kam einfach nichts. Ich bin enttäuscht von ihm."


    Sport 1

    Artikel dazu: https://sport1.de/fussball/bun…sche-kritik-an-den-bossen

  • Aus dem Sport 1 Artikel


    Zitat

    In der Vergangenheit seien aus dem Jugendbereich alle Personen, die im Profibereich gearbeitet haben, entfernt worden, erinnert sich Driller. "Auch im Aufsichtsrat fehle es an sportlicher Kompetenz. "Da ist niemand der länger in einem Bundesliga-Klub gespielt hat und sich im Profibereich auskennt." Dort werde "nur wirtschaftlich gedacht", sagt Driller.

    "Man hat versucht den Club wirtschaftlich auf neue Beine zu stellen und hat die sportliche Erfahrung, vor allem in der Kaderzusammenstellung, vollkommen vergessen."

    "..."